Unterhaltsrechner - Unterhaltsberechnung 2015

Unterhaltsrechner Unterhalt Geld BerechnungDie Unterhaltsberechnung ist ein sehr komplexes Thema, weshalb Sie auf der Seite unterhalt.net ein nützliches Tool zur eigenen Berechnung finden: den Unterhaltsrechner (mit den neuen Werten ab 01.08.2015). Je nachdem, welchen Unterhalt sie errechnen möchten, müssen Sie zunächst ihr monatliches Nettoeinkommen in den Rechner eingeben. Von diesem Nettoeinkommen werden im Rechner-Tool noch automatisch 5% für berufsbedingte Aufwendungen abgezogen (mindestens 50 Euro, höchstens 150 Euro). Sollten Sie höhere berufsbedingte Aufwendungen haben, so können Sie dies ebenfalls vermerken, womit anschließend vom verminderten Betrag gerechnet wird. Diese müssen jedoch nachgewiesen werden und werden im Unterhaltsrechner nicht daraufhin geprüft. Bitte lesen Sie auch die HINWEISE unter dem Rechner.

Unterhaltsrechner

Berufstätigkeit der unterhaltspflichtigen Person
berufstätig
arbeitslos
Nettoeinkommen unterhaltspflichtige Person
monatliches Einkommen in Ganzzahl
Anrechenbare Aufwendungen (info)
Ganzzahl, z.B. Fahrkosten, Kleidung, Darlehen, etc.
Nettoeinkommen Unterhaltsempfänger
monatliches Einkommen in Ganzzahl

Kind 1

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WICHTIG: Zwar wurden die Kindergeldbeträge rückwirkend zum 01.01.2015 erhöht, diese haben aber in 2015 noch keine Auswirkung auf die Unterhaltsberechnung. Hierzu heißt es in den Erläuterungen der Düsseldorfer Tabelle:

Nach der gesetzlichen Regelung ist bei der Anwendung des § 1612 b Abs. 1 BGB für die Zeit bis zum 31.Dezember 2015 jedoch weiterhin Kindergeld von monatlich 184 EUR für erste und zweite Kinder, 190 EUR für dritte Kinder und 215 EUR für das vierte und jedes weitere Kind maßgeblich

Die Rechnerdaten befindet sich auf dem aktuellen Stand und haben die Werte der Düsseldorfer Tabelle ab 01.08.2015 bereits eingearbeitet. Regelmäßig werden Änderungen im Rechner eingepflegt. Die letztmalige Änderung im Bereich der Tabellen-Beträge gab es zum 01.08.2015, da erstmalig seit 2010 auch wieder die Beträge für den Kindesunterhalt erhöht wurden, nachdem zum Jahresbeginn lediglich die Bedarfskontrollbeträge angehoben wurden.

Grundlage für die Berechnung des Kindesunterhalts

Die Grundlage zur Ermittlung des Kindesunterhalts bietet als Richtschnur die Düsseldorfer Tabelle. Um einen Überblick über die erste Einkommensstufe zu erhalten, hier ein Auszug:

NETTOEINKOMMEN DES
UNTERHALTSPFLICHTIGEN IN €
ALTERSSTUFEN IN JAHREN (§ 1612 A I BGB)
BETRÄGE IN €
BEDARFS-
KONTROLL-
BETRAG IN €
0-5 6-11 12-17 AB 18
bis 1.500 328 376 440 504 880/ 1.080

Kindergeldanrechnung

Von diesen Beträgen wird bei minderjährigen Kindern das Kindergeld zur Hälfte und bei Volljährigen voll in Abzug gebracht. Die Kindergeldanrechnung funktioniert im Unterhaltsrechner automatisch und muss nicht gesondert nachgeholt werden.

Das Kindergeld wurde rückwirkend zum 01.01.2015 angehoben, eine weitere Erhöhung wird es zum 01.01.2016 geben. Das Kindergeld beträgt:

BIS 31.12.2014 01.01.2015 01.01.2016
1. und 2. Kind 184 Euro 188 Euro 190 Euro
3. Kind 190 Euro 194 Euro 196 Euro
ab 4. Kind 215 Euro 219 Euro 221 Euro

Weitere Unterhaltsberechnungen

Der Rechner rechnet nicht nur den zu zahlenden Unterhalt für Kinder aus sondern auch zusätzlich

weshalb auch das Einkommen des Unterhaltsgläubigers abgefragt wird. Zugrunde gelegt wird dabei die Anwendung der 3/7-Methode des Differenzeinkommens zwischen Unterhaltsschulnder und Unterhaltsempfänger.

Zusätzlich wird das Nettoeinkommen des Unterhaltsempfängers auch bei der Berechnung des Kindesunterhalts für volljährige Kinder benötigt, da ab Eintreten der Volljährigkeit beide Eltern zu Barunterhalt verpflichtet sind und sich den errechneten Barunterhalt im Verhältnis ihrer Einkommen zueinander teilen müssen.

Komplexe Berechnungsabläufe

Bei der Berechnung des Unterhalts gibt es verschiedene Dinge zu beachten. Zum einen die Rangfolge – minderjährige sowie privilegiert volljährige Kinder sind immer stets an erster Stelle zu bedienen, vor Ehegatten/ erziehenden Elternteilen und nicht privilegierten Volljährigen.

Zudem müssen die verschiedenen Selbstbehalte berücksichtigt werden, die sich ebenfalls nach der Rangordnung des Unterhaltsbedürftigen richten. Diese Werte bilden die Grenze der Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen und sollen das Existenzminimum sichern. Diese Werte werden automatisch im Unterhaltsrechner berücksichtigt.

Je nach Höhe des Einkommens und Anzahl der Kinder kann es also durchaus passieren, dass nach der Erfüllung der Unterhaltspflicht für die Kinder kein weiterer Unterhalt mehr gezahlt werden kann, da sonst der Selbstbehalt der Unterhaltspflichtigen unterschritten würde. Können nicht alle Unterhaltsberechtigten mangels Einkommen mit dem vollen Unterhalt versorgt werden, erfolgt eine quotenmäßige Verteilung (Mangelfallrechnung).

Beispiel zur Berechnung des Unterhalts im Mangelfall

Ein Vater hat ein monatlich anrechenbares Nettoeinkommen von 1.400 € und muss für zwei Kinder Unterhalt zahlen. Nach Abzug des hälftigen Kindergeldes würden sich folgende Unterhaltsbeträge ergeben:

  1. Kind (16 Jahre): 334 €
  2. Kind (11 Jahre): 272 €

In der Summe müsste der Vater also 606 € Kindesunterhalt zahlen. Zieht man nun diese 606 € von den 1.400 € Einkommen ab, so würde sein Selbstbehalt von 1.080 € unterschritten. Aus diesem Grund muss auf die Verteilungsmasse des Einkommens zurückgegriffen werden, die in diesem Fall bei 320 € liegt (1.400 € – 1.080 €). Diese Verteilungsmasse wird nun ins Verhältnis zum vollen Kindesunterhalt gesetzt, also 320 € / 606 € = 0,53. Diese 0,53 ist nun die Quote, mit der Unterhalt gezahlt wird, folglich 1. Kind 334 € * 0,53 = 178 € und 2. Kind 272 € * 0,53 = 145 €.

Beim Unterhalt für ein minderjähriges Kind ist zu beachten, dass es einen gesetzlichen Mindestunterhalt gibt. In gleicher Höhe wird auch der Unterhaltsvorschuss erbracht, wenn der Unterhaltsschuldner seiner Unterhaltspflicht nicht nachkommt.

letzte Aktualisierung: 25.08.2015