Unterhaltsrechner - Unterhaltsberechnung 2014

Rechner Unterhalt

Die Unterhaltsberechnung ist ein sehr komplexes Thema, weshalb Sie auf der Seite unterhalt.net ein nützliches Tool zur eigenen Berechnung finden: den Unterhaltsrechner. Je nachdem, welchen Unterhalt sie errechnen möchten, müssen Sie zunächst ihr monatliches Nettoeinkommen in den Rechner eingeben. Von diesem Nettoeinkommen werden im Rechner-Tool noch automatisch 5% für berufsbedingte Aufwendungen abgezogen (mindestens 50 Euro, höchstens 150 Euro). Sollten Sie höhere berufsbedingte Aufwendungen haben, so können Sie dies ebenfalls vermerken, womit anschließend vom verminderten Betrag gerechnet wird. Diese müssen jedoch nachgewiesen werden und werden im Unterhaltsrechner nicht daraufhin geprüft.

Unterhaltsrechner

Nachfolgend finden Sie den Rechner zur Berechnung des Unterhalts. Bitte halten Sie hierfür die Höhe Ihres Einkommens bereit, da diese maßgeblich zu Ermittlung des Unterhaltsbetrages ist.

Unterhaltsrechner Formular
Leider ist unser Unterhaltsrechner derzeit nicht verfügbar, da dieser sich in der Aktualisierung befindet. Sie können die Unterhaltsberechnung voraussichtlich spätestens wieder im November 2014 durchführen. Um sich einen Überblick über die Höhe des Kindesunterhalts zu verschaffen, kann auch zunächst die Düsseldorfer Tabelle herangezogen werden

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Die Rechnerdaten befindet sich auf dem aktuellen Stand und haben die Werte der Düsseldorfer Tabelle 2013 bereits eingearbeitet, die ebenfalls für 2014  und 2015 gilt. Regelmäßig werden Änderungen im Rechner eingepflegt. Die letztmalige Änderung im Bereich der Tabellen-Beträge gab es zum Jahresbeginn 2013. Hier wurden jedoch nicht die Euro Beträge für den Kindesunterhalt erhöht, lediglich die Bedarfskontrollbeträge wurden angehoben.

So stieg der Eigenbehalt von unterhaltspflichtigen gegenüber Minderjährigen und privilegiert Volljährigen von 950 Euro auf 1.000 Euro. Erwerbslose Unterhaltspflichtige haben einen Eigenbedarf von 800 statt wie bisher 770 Euro.

Grundlage für die Berechnung des Kindesunterhalts

Die Grundlage zur Ermittlung des Kindesunterhalts bietet als Richtschnur die Düsseldorfer Tabelle. Um einen Überblick über die erste Einkommensstufe zu erhalten, hier ein Auszug:

Nettoeinkommen des
Unterhaltspflichtigen in €
Altersstufen in Jahren (§ 1612 a I BGB)
Beträge in €
Bedarfs-
kontroll-
betrag in €
0-5 6-11 12-17 ab 18
bis 1.500 317 364 426 488 800/ 1.000

Kindergeldanrechnung

Von diesen Beträgen wird bei minderjährigen Kindern das Kindergeld zur Hälfte und bei Volljährigen voll in Abzug gebracht. Die Kindergeldanrechnung funktioniert im Unterhaltsrechner automatisch und muss nicht gesondert nachgeholt werden.

Weitere Unterhaltsberechnungen

Der Rechner rechnet nicht nur den zu zahlenden Unterhalt für Kinder aus sondern auch zusätzlich

weshalb auch das Einkommen des Unterhaltsgläubigers abgefragt wird. Zugrunde gelegt wird dabei die Anwendung der 3/7-Methode des Differenzeinkommens zwischen Unterhaltsschulnder und Unterhaltsempfänger.

Zusätzlich wird das Nettoeinkommen des Unterhaltsempfängers auch bei der Berechnung des Kindesunterhalts für volljährige Kinder benötigt, da ab Eintreten der Volljährigkeit beide Eltern zu Barunterhalt verpflichtet sind und sich den errechneten Barunterhalt im Verhältnis ihrer Einkommen zueinander teilen müssen.

Komplexe Berechnungsabläufe

Bei der Berechnung des Unterhalts gibt es verschiedene Dinge zu beachten. Zum einen die Rangfolge – minderjährige sowie privilegiert volljährige Kinder sind immer stets an erster Stelle zu bedienen, vor Ehegatten/ erziehenden Elternteilen und nicht privilegierten Volljährigen.

Zudem müssen die verschiedenen Selbstbehalte berücksichtigt werden, die sich ebenfalls nach der Rangordnung des Unterhaltsbedürftigen richten. Diese Werte bilden die Grenze der Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen und sollen das Existenzminimum sichern. Diese Werte werden automatisch im Unterhaltsrechner berücksichtigt.

Je nach Höhe des Einkommens und Anzahl der Kinder kann es also durchaus passieren, dass nach der Erfüllung der Unterhaltspflicht für die Kinder kein weiterer Unterhalt mehr gezahlt werden kann, da sonst der Selbstbehalt der Unterhaltspflichtigen unterschritten würde. Können nicht alle Unterhaltsberechtigten mangels Einkommen mit dem vollen Unterhalt versorgt werden, erfolgt eine quotenmäßige Verteilung (Mangelfallrechnung).

Beispiel zur Berechnung des Unterhalts im Mangelfall

Ein Vater hat ein monatlich anrechenbares Nettoeinkommen von 1.400 € und muss für zwei Kinder Unterhalt zahlen. Nach Abzug des hälftigen Kindergeldes würden sich folgende Unterhaltsbeträge ergeben:

  1. Kind (16 Jahre): 334 €
  2. Kind (11 Jahre): 272 €

In der Summe müsste der Vater also 606 € Kindesunterhalt zahlen. Zieht man nun diese 606 € von den 1.400 € Einkommen ab, so würde sein Selbstbehalt von 1.000 € unterschritten. Aus diesem Grund muss auf die Verteilungsmasse des Einkommens zurückgegriffen werden, die in diesem Fall bei 400 € liegt (1.400 € – 1.000 €). Diese Verteilungsmasse wird nun ins Verhältnis zum vollen Kindesunterhalt gesetzt, also 400 € / 606 € = 0,66. Diese 0,66 ist nun die Quote, mit der Unterhalt gezahlt wird, folglich 1. Kind 334 € * 0,66 = 220 € und 2. Kind 272 € * 0,66 = 180 €.

Beim Unterhalt für ein minderjähriges Kind ist zu beachten, dass es einen gesetzlichen Mindestunterhalt gibt. In gleicher Höhe wird auch der Unterhaltsvorschuss erbracht, wenn der Unterhaltsschuldner seiner Unterhaltspflicht nicht nachkommt.