Der schnellste und kostengünstigste Weg, eine Ehe zu beenden, ist die einvernehmliche Scheidung. Beide Ehegatten sind sich einig über die Themen, die in vielen Fällen zum Rosenkrieg führen. So lassen sich für alle Beteiligten nicht nur Kosten, sondern auch jede Menge Nerven sparen.

Einvernehmliche Scheidung: Voraussetzungen

Bei einer einvernehmlichen Scheidung kommt es nicht zum Rechtsstreit. Die Ehepartner sind sich über die folgenden Punkte einig:

Die Einigung über die vorstehenden Punkte kann in einer Scheidungsfolgenvereinbarung vertraglich festgehalten werden. 

Kosten einer einvernehmlichen Scheidung

Eine einvernehmliche Scheidung ist wesentlich günstiger als eine Scheidung im Streit. Die Ehepartner sind sich bereits über alles einig und deshalb muss nichts über Anwälte erstritten werden.

Daraus folgt, dass bei einer einvernehmlichen Scheidung lediglich ein Anwalt beauftragt werden muss und gemäß § 114 Abs. 4 Nr. 3 FamFG nicht einer für jeden Ehegatten. Der von einem Ehegatten beauftragte Anwalt reicht die Scheidung ein und der andere Ehepartner muss dazu nur zustimmen. Hierbei ist aber zu beachten, dass der Anwalt nur denjenigen vertritt, der ihn beauftragt hat und somit nur dessen Interessen vertritt.

Die weiteren Scheidungskosten werden anhand des Verfahrenswerts bemessen, den das Gericht festlegt. Hierfür werden Vermögens-und Einkommenswerte der Ehepartner einberechnet.

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