Nach Maßgabe des § 1612 I 1, III BGB ist zur Deckung des laufenden Lebensbedarfs der Unterhalt in Form einer monatlich im Voraus zu zahlenden Geldrente (sogenannter Barunterhalt) zu gewähren. Unter bestimmten Sondervoraussetzungen (§ 1612 I 2 BGB) kann der in Anspruch genommene verlangen, dass er anstelle der Zahlung einer Geldrente den Unterhalt durch Naturalleistungen (Naturalunterhalt) (z.B. kostenloses zur Verfügung Stellen von Wohnraum etc.) erbringt.

Verpflichtung zum Sonderbedarf

Unter Umständen kann der in Anspruch genommene auch verpflichtet sein über die Zahlung von Barunterhalt hinaus sogenannten Sonderbedarf (d.h. Kosten für den Anfall eines unregelmäßigen und außergewöhnlich hohen Lebensbedarfs) zahlen zu müssen (§ 1613 II BGB). Darunter fallen beispielsweise Kosten für eine Schulklassenfahrt, Operationskosten etc.

Kein Sonderbedarf sind Kosten, die zwar hoch sind, aber regelmäßig anfallen. Diese Kosten sind durch den laufenden Barunterhalt abzudecken. Beim Sonderbedarf geht es ausschließlich um unregelmäßig hohe Kosten.