Mit der Eheschließung befindet man sich kraft Gesetz in einer Zugewinngemeinschaft. Das bedeutet, dass alles das, was in der Ehe erwirtschaftet wird, als Gemeinschaftseigentum der Ehepartner betrachtet und im Scheidungsfall einfach durch zwei geteilt wird.

Mit der Scheidung entsteht automatisch ein Anspruch auf Versorgungsausgleich, oft verbunden mit einem Unterhaltsanspruch. Diese Rechtsfolgen der Ehe kann man bis auf wenige Ausnahmen durch einen Vertrag mit dem Ehepartner ausschließen, falls man die gesetzlichen Regelungen nicht gutheißt. Der Versorgungsausgleich kann auch gerichtlich geregelt werden. Hierzu werden alle benötigten Unterlagen zusammen mit dem Scheidungsantrag beim Familiengericht eingereicht.

Der Anspruch auf einen möglichen Trennungsunterhalt allerdings bereits vor der Scheidung beim Familiengericht. Hier kann der finanziell schlechter gestellte Ehegatte bereits mit der Trennung (Trennungszeitpunkt) und dem Beginn des Trennungsjahres einen Anspruch auf Unterhalt in der Trennungsphase bis zum endgültigen Scheidungsbeschluss geltend machen.

Je nachdem, für welchen Zeitraum der Vertrag gelten soll, unterscheidet man zwischen dem Ehevertrag und der Scheidungsfolgenvereinbarung.

Scheidungsvorsorge betrifft heute nicht mehr nur Prominente wie Filmstars, Unternehmer oder Politiker. Auch ganz normalen Durchschnittmenschen kann ein solcher Vertrag helfen, sich im Falle einer Scheidung trotz Wut und Trauer schnell, gütlich und zum Wohl aller zu einigen.